04.08.2014 - Stellungnahme zum Leserbrief von Frau Vera Sachs


Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Manchmal muß man aber ein paar Aspekte nennen, die der unbefangene Leser nicht kennt. Was ich im Leserbrief von Frau Vera Sachs vermisst habe ist ihr Bekenntnis, dass sie eine leidenschaftliche Verfechterin der Windkraft ist. Ihre subjektiven Ansichten auf die Allgemeinheit zu übertragen und gleichzeitig Andersdenkende in die Ecke "Albern" zu schieben, ist einfach gesagt Borniertheit.




Meine Meinung dazu:

Als Windkraftgegner habe ich Eines gelernt: manche Menschen stören sich nicht an Windrädern oder es ist ihnen einfach nicht wichtig. Manche finden Windräder sogar ästhetisch oder schön. Diese Haltung kann ich nicht nachvollziehen. Für mich sind es einfach Industrieanlagen, die einen bestimmten Zweck erfüllen sollen und in der Natur fehl am Platz sind.

Im Fall Heiligenstadt hat sich eine Mehrheit der Bevölkerung gegen den geplanten Windpark ausgesprochen. Es ist zu hoffen, dass die Menschen nicht von Politikern oder Behörden betrogen werden und eine Genehmigung doch irgendwie erreicht wird. Das könnte nicht glaubhaft vermittelt werden.

Die Autorin des Leserbriefes "Windräder gehören heute dazu" Frau Vera Sachs gehört zum "Verein für intelligenten Klima- und Umweltschutz", dessen Homepage man auch unter dem Stichwort "Vierether Kuckucks-Ei e.V." findet. Was man auch im Internet findet, sind die Vorschläge, die dieser Verein dem Regionalen Planungsverband Oberfranken-West gemacht hat. In einem Brief vom 23.7.2012 steht unter anderem "In der Klima-Allianz verpflichten sich Stadt und Landkreis Bamberg die Energieversorgung (ohne Verkehr) bis 2035 zu 100% auf Regenerative Energie umzustellen. Nach der Potentialstudie werden dafür ca. 250 Windräder (WKA mit je 2,5 MW) benötigt."

Bei der Umsetzung solcher Ziele würde unsere Heimat unwiederbringlich verschandelt und zerstört. Soweit das Auge reicht und in jeder Himmelsrichtung würde man Windindustrieanlagen sehen. Wegschauen oder ignorieren ist nicht mehr möglich!

Windkraftgegner kämpfen gegen ineffziente Windräder! Trassengegner kämpfen gegen den unsinnigen Bau von Stromleitungen, die nur "Braunkohlestrom" transportieren. Ich möchte Frau Sachs raten mit diesen Menschen zu REDEN. Vielleicht versteht sie dann deren Ängste und Sorgen.

Reiner Pracht

Hinweis: Den erwähnten Brief findet man unter: http://www.bamberger-onlinezeitung.de/wp-content/uploads/2012/07/Vorrangfl%C3%A4chen.pdf